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Kegelspielradweg

Quer durch das Hessische Kegelspiel führt der 2007 eingeweihte Kegelspielradweg auf 27 Kilometern Länge von Rasdorf über Eiterfeld und Burghaun durch das Haunetal nach Hünfeld.
Er nutzt weitgehend die Trasse der ehemaligen Bahnlinie Hünfeld-Wenigentaft und verfügt somit über nur geringe Steigungen.
Auf der alten Bahnlinie verkehrten von 1906 bis zur endgültigen Aufgabe der Bahnlinie 1992 Personen- und zuletzt nur noch Güterzüge, da die Strecke ihre Bedeutung durch die deutsche Teilung weitgehend verloren hatte. Im Volksmund erhielt die Bahn den Namen „Die Bimbel“, da sich die Züge in frühen Jahrzehnten durch eine Glocke auf der Lok mit ständigem Gebimmel an Bahnübergängen und Haltestellen ankündigten.
Ein in den 30er Jahren geplanter zweigleisiger Ausbau wurde während der Kriegsjahre 1942 eingestellt.

In dieser Zeit erhielt das imposanteste Bauwerk der Strecke sein heutiges Aussehen: das Viadukt bei Klausmarbach, eine 32 Meter hohe Sandsteingewölbebrücke, die in fünf jeweils 18 Meter breiten Bögen das Tal überspannt. Diese Brücke wurde 1938 durch ein sandsteinverblendetes Betonbauwerk verbreitert, um eine Zweigleisigkeit der Strecke zu ermöglichen.

Entlang der Strecke bietet sich ein imposanter Panorama-Blick zur Rhön mit Wasserkuppe und Milseburg, über das Haunetal sowie über die Berge des Hessischen Kegelspiels. Er verbindet sportliche Betätigung mit Fernsicht und dem Genießen einer besonderen Kultur- und Naturlandschaft, die zum größten Teil zum Biosphärenreservat Rhön der UNESCO gehört.
Entdecken Sie auch ein Stück Bahnnostalgie mit zahlreichen ehemaligen Bahngebäuden, Signalanlagen, einem historischen Waggon und anderen Exponaten, die für Sie als Gast erhalten wurden.

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten
entlang der Strecke finden Sie unter http://www.kegelspielradweg.de/

Hinweise zur Nutzung Kegelspielradweg

In den letzten Monaten kam es vermehrt durch Vorfälle zwischen Fußgängern und Radfahrern zu Beschwerden auf dem Kegelspielradweg. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Kegelspielradweg weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass der Kegelspielradweg als Geh- und Radweg dient. Fußgänger und Radfahrer sind also gleichberechtigt, gegenseitige Rücksichtnahme ist das Gebot.Das heißt, dass auf einem gemeinsamen Rad- und Gehweg Radfahrer keinerlei Vorrang vor Fußgängern haben, vielmehr müssen Radfahrer besondere Rücksicht nehmen und ihre Fahrweise so gestalten, dass jede Gefährdung vermieden wird.Bei einem gemeinsamen Geh- und Radweg haben Radfahrer also besondere Sorgfaltspflichten. Diese Pflichten können zur Herstellung von Blickkontakt, Verständigung und notfalls Schrittgeschwindigkeit zwingen: Radfahrer haben auf kombinierten Geh- und Radwegen keinen Vorrang, Fußgänger müssen sie aber vorbeifahren lassen.Dabei müssen die Radfahrer jede Gefährdung vermeiden. Radfahrer haben die Belange der Fußgänger auf solchen Wegen besonders zu berücksichtigen und insbesondere bei unklaren Verkehrslagen gegebenenfalls Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um ein sofortiges Anhalten zu ermöglichen. Auf Alter oder unachtsame Fußgänger sowie Kinder muss der Radfahrer besondere Rücksicht nehmen; mit Unaufmerksamkeiten oder Schreckreaktionen muss er rechnen.
Für die Geschwindigkeit von Radfahrern gilt zusätzlich § 3 Abs. 1 Satz 4 StVO: Ein Radfahrer muss innerhalb der übersehbaren Strecke halten können.
Dazu muss der Radfahrer jederzeit damit rechnen, dass aus Eingängen oder Ausfahrten Personen oder Fahrzeuge auf den Gehweg gelangen können.

Um Beachtung wird gebeten.

23.09.2013 Der Vorstand der AG Kegelspielradweg