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Stiftskirche

780/81 wurde die Mark Rasdorf an das Kloster Fulda geschenkt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Rasdorf 815 als "Ratestorph" .
831 errichtete der berühmte Abt und Lehrer von Fulda, Rhabanus Maurus, in Rasdorf eine Steinkirche.
1274 war diese Kirche baufällig und es entstand unter Beibehaltung des Grundrisses und unter Verwendung alter romanischer Bauteile eine neue, im äußeren Erscheinungsbild gotische Kirche, die heutige Stiftskirche.
Die Hauptsehenswürdigkeiten der Kirche sind die acht Säulen mit ihren Kapitellen. Es wird vermutet, daß diese kunstgeschichtlich hochbedeutsamen Säulen und Kapitelle auf eine byzantinische Künstlergruppe zurückgehen, die am ottonischen Kaiserhof arbeitete. Sechs Säulen im griechischen Stil teilen das hochstehende Langhaus von zwei niedrigeren Seitenschiffen. Unter der Westempore finden sich zwei gedrungene Säulen im romanischen Stil mit seltenen Tierkapitellen. Kunsthistoriker halten diese den Werken in Ravenna ebenbürtig.
Das älteste Ausstattungsstück der Kirche ist der Taufstein. Er hat eine Form, die an einen Taufstein erinnert, der in einer Darstellung des hl. Bonifatius bei einer Heidentaufe erscheint.
Die Stiftskirche in Rasdorf gilt als eine der bedeutsamsten Dorfkirchen in Hessen und ist wohl die architektonisch wertvollste der Diözese Fulda.

Ansprechpartner:
Gemeindeverwaltung Rasdorf

E-Mail: info@rasdorf.de

Webseite: www.rasdorf.de
Anschrift:
Am Anger 32, 36169 Rasdorf


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Fax: 06651 9601-20