Wichtige Hinweise zur Biotonne

Die Bio-Tonne ist im Landkreis Fulda schon lange vor der gesetzlichen Verpflichtung zur Getrenntsammlung organischer Abfälle erfolgreicher Bestandteil der Abfallwirtschaft. Heute nutzen rund Dreiviertel aller Haushalte die Bio-Tonne, die restlichen Haushalte kompostieren ihre Bioabfälle selbst. Jährlich werden rund 23.000 Tonnen Bioabfälle gesammelt.

Anfangs wurden sie in einem herkömmlichen Verfahren kompostiert, um die Nährstoffe dem Naturkreislauf zurückgeben zu können. Seit einigen Jahren wird zusätzlich die enthaltene Energie genutzt, indem die Bioabfälle zuvor in einer technisch aufwändigen Anlage vergoren werden. Das entstehende Bio-Rohgas wird zu Bio-Erdgas veredelt und in das Erdgasnetz eingespeist. Die Gärreste werden zu Kompost verarbeitet. So entstehen jährlich nicht nur rund 12.500 Tonnen Kompost und 11.000 Tonnen Flüssigdünger, sondern auch rund 24 Millionen Kilowattstunden Energie zur Versorgung von rund 1.200 Haushalten. So leisten Bioabfälle einen wichtigen Beitrag zur regionalen, regenerativen Energieerzeugung und gleichzeitig zur Erhaltung natürlicher Ressourcen.

Diese besonders hochwertige Verwertung gelingt aber nur, wenn die Bioabfälle frei von Verschmutzungen sind. Insbesondere für den Einsatz des erzeugten Komposts in der Landwirtschaft ist eine hohe Qualität und Reinheit notwendig. Leider sind zunehmend Verunreinigungen vor allem durch Kunststoffabfälle in den Bio-Tonnen festzustellen. So werden oft die eigentlichen Bioabfälle mitsamt ihrer zumeist aus Kunststoff bestehenden Verpackung in die Bio-Tonne gegeben. Zum anderen werden Bioabfälle zur Vorsortierung im Haushalt in Plastiktüten gesammelt und dann zusammen mit den Plastiktüten in die Bio-Tonne gegeben.

Das gezielte Aussortieren solcher Verunreinigungen in den Verwertungsanlagen ist immens aufwändig. Durch die Vermischung der Verpackungen mit den Bioabfällen ist eine saubere Trennung in vielen Fällen gar nicht möglich, so dass auch erhebliche Anteile organischer Abfälle mit den Fremdstoffen ausgeschieden werden. Diese müssen dann meist in Verbrennungsanlagen teuer entsorgt werden und gehen für die Energie- und Komposterzeugung verloren. Auch die in letzter Zeit verstärkt auftauchenden kompostierbaren Plastiktüten zur Vorsortierung von Bioabfällen in den Haushalten müssen ebenfalls aussortiert werden. Bis zur Anlieferung in der Verwertungsanlage sind sie noch nicht abgebaut und können nicht als solche erkannt werden.

Deshalb kompostierbare Küchenabfälle nicht in Plastiktüten packen, bevor diese in die Bio-Tonne gegeben werden und auch auf kompostierbare Plastiktüten verzichten! Nasse Bioabfälle lieber in Zeitungspapier einwickeln, noch verpackte Bioabfälle auspacken und die Verpackungen getrennt entsorgen. Das heiß: Kunststoffverpackungen und Dosen in den Gelben Sack/ die Gelbe Tonne sowie Gläser und Flaschen in den Altglascontainer.

Bioabfall ist ein hochwertiger Rohstoff, der durch eine Vermischung mit anderen Abfällen unbrauchbar wird.

In den nächsten Wochen werden Bio-Tonnen auf ihren Inhalt überprüft und  bei festgestellten Verschmutzungen entsprechende Kennzeichnungen an den Gefäßen angebracht.

Ausführliche Infos zum Thema Bioabfall finden Sie unter Abfallwirtschaft Landkreis Fulda.