Präsentation des Historischen Gemäldes zum Schinken- und Destillationsmarkt

In Vorbereitung des Schinken- und Destillationsmarktes wurde in Rasdorf ein historisches Gemälde enthüllt. Gleichzeitig wurden zwei weitere Edelbrände präsentiert.

Als das Konzept des 1. Schinken- und Destillationsmarktes in Rasdorf festgelegt worden sei, habe man sich auch mit dem geschichtlichen Hintergrund der Gemeinde befasst, so Matthias Weller, Koordinator des Marktes. Daraus sei die Idee eines historischen Gemäldes entstanden.

Der Rasdorfer Malermeister und Künstler Winfried Trost sowie der aus Böhmen stammende Neubürger Pavel Vlasanek erhielten vom Verein zur Förderung der Heimat- und Kulturpflege den Auftrag, ein historisches Gemälde zu erstellen. Das Produkt ihrer ca. 50stündigen Arbeit mit Acrylfarbe auf grundierter Hartfaserplatte in der Größe von 2 mal 3 Metern ist eine, die Jahrhunderte zusammenfassende Darstellung Rasdorfs. Dabei hätten sie den ehemals unbewaldeten Gehilfersberg mit seinen Wallfahrten ebenso berücksichtigt wie den Flurritt zu Ehren des Heiligen Nepomuk, an den der Bildstock am Kirchberg erinnere, so Winfried Trost. Er erläuterte auch den Begriff „de schwoarz Stroß“. Die alte Handelsstraße Via Regia, heute B 84, sei früher so genannt worden, weil sie im Ort mit schwarzglänzenden Steinen gepflastert gewesen sei.

Mit viel Liebe zum Detail hat Pavel Vlasanek die um den Anger gruppierten teilweise noch erhaltenen Fachwerkhäuser mit der Stiftskirche dargestellt. Geschichtlich ist auch der Wehrfriedhof am rechten Bildrand mit der Michaelskirche, die Mitte des 19 Jahrhunderts abgerissen worden ist. Das Gemälde mit seinem einladenden Charakter werde seinen Platz am südlichen Rand des Angers finden, so Karl Hohmann, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, der auch Ausrichter des Marktes am 29. September ist.

War schon eine Woche zuvor auf Point Alpha der „Point-Alpha-Whisky The Black Horse“ präsentiert worden, so haben findige Köpfe gleich noch zwei alkoholische Getränke produziert. Die Gruppe „Ge-Brand-Markt“ (Michael Bohn, Thomas Budenz, Gerald Schneider), ein Wortspiel aus Gemeinde, Schnaps und Markt, brannten den Rasdorfer Silberdistel-Gin „derer von der Landwehr“ mit 38-Volumenprozent u. a. aus Silberdisteln, die in der Gemarkung „Landwehr“ wachsen. Er wird erst auf Grund des noch notwendigen Reifeprozesses in zwei Wochen zu verkosten sein.

Schmecken lassen konnten sich aber die zahlreichen Bürger, die zur Gemäldeenthüllung gekommen waren, den „Hagebutt“. Nach einer Idee von Alfred Geistlinger wurde mit fachlicher Beratung von Harald und Gerd Ziegler, Gasthof Zum Biber, Speicherz, ein süßvergorener 14,6-prozentiger Rhöner-Port hergestellt, der köstlich mundet, ganz nach dem Slogan des Genussmarktes „naturberührt – genussverführt“. Den geschichtlichen Hintergrund zu den Alkoholika lieferte in einer aufschlussreichen Beschreibung der Rasdorfer Ludwig Stark.

Bürgermeister Jürgen Hahn dankte für den Ideenreichtum und verwies auf die Ausgabe Nr. 45 des neu erschienenen Rasdorfer Geschichtsblattes, in dem das Markttreiben in Rasdorf in früherer Zeit beschrieben ist.