VIA REGIA Meilenstein wurde eingeweiht

Passenderweise am Treffpunkt Via Regia wurde jetzt an der Landstraße in Rasdorf ein Meilenstein enthüllt. Er weist auf die Wichtigkeit des Ortes für den Warenhandel an der früheren Handelsstraße Frankfurt – Leipzig, Teil der Via Regia hin. Im Jahre 2005 wurde die Via Regia vom Europarat zur europäischen Kulturstraße erklärt.

Bürgermeister Jürgen Hahn zeigte sich erfreut, dass so viele Bürger auch aus Buttlar, Hünfeld und Fulda gekommen waren. Sowohl Hünfeld als auch Buttlar als angrenzende Mitgliedsorte im Netzwerk VIA REGIA, würden ebenfalls noch einen Meilenstein erhalten. Deshalb trage der Stein auch die Wegstrecken- und Stundenangabe zu beiden Orten. Sein Dank galt dem Europäischen Kultur- und Informationszentrum in Erfurt, Kontaktstelle des Projektes VIA REGIA – namentlich Geschäftsführerin Karoline Fischer, des Weiteren Franz Köhler und Alexander Sust vom Landesverband Via Regia Hessen, Arbeitskreis Fulda-Rhön-Vogelsberg sowie Petra und Ludwig Stark als Grundstückseigentümer für die Bereitstellung des Geländes.

Nach der Enthüllung des Meilensteins gaben ihm Pfarrer Stefan Ott und Harald Krüger den kirchlichen Segen. Es werde nicht nur der Stein gesegnet, sondern mit ihm die Menschen auf dem Weg, dass dieser ihnen zum Segen werde.

Franz Köhler wies darauf hin, dass der Rasdorfer Meilenstein im Landkreis Fulda der zweite sei – der erste wurde in der Löherstraße in Fulda aufgestellt – aber der erste außerhalb der Stadtgrenze Fuldas.

Als Verbindung zwischen Ost- und Westeuropa und damit als ein Weg zur Völkerverständigung betitelte Karoline Fischer die „Königliche Straße“. Sie führe von Kiev in der Ukraine nach Santiago de Compostela in Spanien über 4500 Kilometer. Sie sei zunehmend auch eine Pilgerstraße.

Regionalentwickler Alexander Sust hielt einen interessanten und kurzweiligen Vortrag. Antsanvia (alte heilige Straße), Alte Frankfurter – Leipziger Straße, Heerstraße, Jakobsweg und Via Regia seien Begriffe für ein und dieselbe Straße, deren Bedeutung sich über die Jahrtausende verändert habe. Der Meilenstein in Rasdorf bezeichne die Wegstrecke, die man früher an einem Tag von Fulda aus zurücklegen konnte (30 km). Er sei aber auch in der Frühzeit schon ein Grenzstein zwischen den Chatten und Thüringern gewesen. Im Detail ging er auf die geschichtliche Entwicklung der Straße ein, die im Mittelalter zu den modernsten gehörte, Napoleons Truppen erlebt habe, von der Demarkationsline betroffen war und heute Kulturroute Europas sei. Die Geschichte sei auf dem Rasdorfer Meilenstein, verbunden mit der Geschichte Rasdorf verewigt.

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